Die größte Trockenwüste der Welt
Entstehung der Wüstengebiete
Bei dem Blick auf eine klimatische Weltkarte fällt sofort auf,
dass sich die Sahara und andere typische Trockenwüsten wie
zwei gleichmäßige Bänder rund um den Globus
legen. Ein breiterer Gürtel auf der nördlichen
Halbkugel steht einem dünneren Band auf der
Südhalbkugel der Erde gegenüber. Beide verteilen sich
um die jeweiligen Wendekreise ihrer Hemisphäre herum.
Über den Wendenkreisen steht die Sonne zum Zeitpunkt der
Winter- und Sommersonnenwende im Zenit. Sie liegen jeweils 23,5
Breitengrade vom Äquator entfernt und geben den
Wüsten in diesen Regionen auch ihre alternative Bezeichnung
als Wendekreiswüsten.
Die Entstehung dieser Wendekreiswüsten ergibt sich aus dem globalen Strömungssystem der Luftmassen innerhalb der Erdatmosphäre. In der Äquatorregion werden Luftmassen durch starke Sonneneinstrahlung erhitzt, steigen auf, bilden Wolken und Niederschläge und fließen in höheren Luftschichten jeweils nach Norden und Süden ab. In großer Höhe kühlen die Luftmassen schnell ab und sinken dann im Bereich der Wendekreis wieder abwärts. Beim Abstieg erwärmt sich die Luft erneut mit ungefähr 10 Grad pro 1.000 Meter und absorbiert Feuchtigkeit aus ihrer Umgebung. Die relative Luftfeuchtigkeit nimmt aber stark ab, Niederschläge bleiben fast vollständig aus und die Landstriche unterhalb der Luftmassen trocknen aus. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge pro Jahr bleibt hier sehr gering, Verdunstungsraten übersteigen die Niederschlagsraten und in manchen Gebieten bleibt Regen über Jahre aus. In der Sahara fällt beispielsweise im Schnitt nur ein Jahresniederschlag von 45,5 Millimetern, was einem Zehntel des Berliner und einem Zwanzigstel des Münchener Jahresniederschlags entspricht.